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EuoPROFEM - The European Men Profeminist Network http://www.europrofem.org
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SCHWINDELNDE MÄNNER Neues zum Thema Männlichkeit [Pretender Men - Whats new about masculinity] Siegfried Kaltenecker Daß es die Körper und die Sexualität der Männer sind, die den wahrhaft dunklen Kontinent" dieser Gesellschaft darstellen", schreibt die britische Kulturwissenschaftlerin Rosalind Coward 1984. Weit über die provokante Verkehrung des klassischen Weiblichkeitsrätsels hinaus, zeigt Coward damit einen folgenreichen Paradigmenwechsel des feministischen Denkens an. Jenseits des vielzitierten linguistic turn geht es nicht mehr um möglichst eindeutige Unterdrückungs- und Befreiungsmodelle, sondern um komplexe Differenzierungsprojekte, die nicht nur die widersprüchlichen Bewegungspotentiale von Frauen, sondern auch die bislang verborgenen Antagonismen von Männern aufzeigen. Nachdem sich diese neuen Gender Studies bis Mitte der 90er Jahre fast ausschließlich auf den englischsprachigen Raum konzentrierten, versuchten im Laufe des letzten Jahres gleich drei Publikationen, das Thema Männlichkeiten auch hierzulande einer kritischen Diskussion zuzuführen: die von dem Berliner Kollektiv BauSteineMänner herausgegebene Kritische Männerforschung"; der von Thomas Kühne editierte Band zur Männergeschichte - Geschlechtergeschichte"; und die von Walter Erhart und Britta Herrmann zusammengestellte Kompilation Wann ist der Mann ein Mann?". So sehr sich die Bücher in ihrer formalen Konzeption ähneln - alle drei sind umfangreiche Sammelbände, in denen sich nach einer programmatischen Einleitung sowohl Übersetzungen angloamerikanischer Aufsätze als auch deutsche Originalbeiträge wiederfinden -, so unterschiedliche Schwerpunkte setzen sie.Bei Thomas Kühne soll vor allem die historisch-spezifische Gestalt von Geschlechter-Macht-Verhältnissen begriffen und das zum Teil überaus unterschiedliche Gefüge der Männlichkeiten" sichtbar gemacht werden. Die Vaterschaftskonzeptionen um 1800, die bürgerliche Männermode und vor allem die Dialektik von Männerbund und Krieg bilden die inhaltlichen Schwerpunkte, die den Variantenreichtum geschichtlicher Männlichkeitsentwürfe offenbaren. Auch in dem von Walter Erhart und Britta Herrmann herausgegebenen Band stehen historische Fallstudien im Mittelpunkt. Vom Heraklesmythos spannt sich das Themenfeld über die Männerbünde um 1900 bis hin zu einer Queerlektüre von Doris Dörries Männer"-Film. Gleichwohl sich diese Studien genauso dezitiert gegen die transhistorische Festschreibung psychoanalytischer Normen wenden wie die im Kühne-Band versammelten Arbeiten, geben Erhart und Herrmann auch einem theoretisch-spekulativeren Denken Raum: einem philosophischen, wie es John H. Smith mit seiner sexologischen Hinterfragung des männlichen Willens vorführt; oder jenem psychoanalysekritischen, das Paul Smith mit seinem Vas-Konzept für ein neues Zusammendenken von Männlichkeit, Körper und Sexualität darlegt. Wider die bloße Sammlung von Einzelstudien, geht es dem BauSteineMänner-Kollektiv von Anfang an um eine umfassendere Betrachtung. Vier Abschnitte rücken die geschichtlichen Hintergründe, die theoretischen Programme, die praktischen Anwendungsgebiete und die politischen Probleme einer kritischen Männerforschung in den Mittelpunkt. Angloamerikanische Grundlagentexte wie Tim Carrigans, Robert W. Connells und John Lees Theorie hegemonialer Männlichkeit oder Michael Kaufmans Analyse der männlichen Gewalt-Triade werden erstmals auf deutsch zugänglich gemacht und durch spannende Originalbeiträge wie Christian Rüters Männer-Körper-Erforschungen oder Willi Walters Ausführungen zum Gebärneid ergänzt. Und schließlich führen Jürgen Süßenbachs psychotherapeutische Erfahrungen und die Trio Virilent-Experimente für eine niedrigschwellige psychosoziale Männerberatung auch in nicht-akademische Praxisbereiche - um eindringlich auf die Notwendigkeit, aber auch auf die Schwierigkeiten einer alltagsnahen Männerpolitisierung zu verweisen. In dieser Hinsicht erweitern die BauSteineMänner jenes Projekt einer kritischen Sichtbarmachung, das in allen drei Männer-Bänden im Zentrum steht. Einerseits wird die gelebte Vielfalt männlicher Identitäten hervorgehoben, die eben keinerlei biologischen Essenzen entspringen, sondern historisch- und kulturspezifischen Konstruktionen. Und andererseits wird die Kontextualität spezifischer Geschlechtergeschichten aufgedeckt, die Kühne zufolge immer schon in ein komplexes Gefüge von Macht-, Produktions- und Bedürfnisstrukturen eingebunden" sind. Derart erfordert die systematische Erhellung des neuentdeckten dunklen Kontinents stets eine dreifache Aufmerksamkeit: Erstens müssen die vielfältigen Diskurs- und Repräsentationsformen von Männlichkeit ins Blickfeld gerückt werden; zweitens geht es um die Beleuchtung der ritualisierten Reproduktion von Geschlechter- und Begehrenshierarchien; und drittens darf die subjektive Wahrnehmung des Mann-Seins nicht aus den Augen verloren werden. Ungeachtet der diesbezüglichen Unaufmerksamkeit vieler AutorInnen, verdient der prinzipielle Versuch Anerkennung, diesem anderen Denken von Männlichkeits- bzw. Geschlechterverhältnissen auch im deutschsprachigen Raum eine breitere Öffentlichkeit zu verschaffen. Zugleich erscheint es mir jedoch durchaus fragwürdig, wer hier welche Inhalte in welcher Form zur Diskussion stellt. Mit welchem Selbstverständnis werden etwa 10, zum Teil sogar 20 Jahre alte Texte als neue Ansätze" verkauft? Wieso werden methodisch wie politisch problematische Texte zu Klassikern hochstilisiert, ohne mit einem Wort auf deren kritische Revision einzugehen? Und warum wird kein Konzept einer Text- und AutorInnenrepräsentation verfolgt, das die unterschiedlichen Betroffenheiten, die unterschiedlichen Erkenntnisinteressen und die dementsprechend unterschiedlichen Forschungsperspektiven von feministischen, lesbischwulen und heterosexuellen MännlichkeitskritikerInnen sichtbar macht? Soll die Männlichkeit einmal mehr allein den weißen Hetero-Männern gehören - und damit auch ihre Erforschung? Vor dem Hintergrund dieser offenen Fragen löst die Vehemenz, mit der vor allem im BauSteineMänner-Band die Notwendigkeit einer männerspezifischen" Institutionalisierung veranschlagt wird, bei mir eine ganz eigene Form des Gender Trouble aus. Hier gerieren sich vermeintlich kritische Männerforscher als Saboteure" der Männerherrschaft, um gleichzeitig auf den eigenen Interessen als Männer" zu beharren und zuerst einmal für mich (zu) kämpfen". Unter dem Banner einer weithin beschworenen Männerbewegung droht die Männlichkeit plötzlich zu einem Thema zu werden, das Frauen und Homosexuelle wenn schon nicht kategorisch ausschließt, so doch zumindest machtvoll auf die Plätze verweist. Einzig Christian Rüter hält an der Vor- und Umsichtigkeit fest, die männlichkeitskritischen Hetero-Männern auferlegt ist: Während die feministische Bewegung und ihre Forschung dadurch, daß sie diskursive Zuschreibungen angenommen hat, das Machtdispositiv ein wenig zu ihren Gunsten verschieben konnte, stützt eine Männerforschung" strukturell die alten Machtverhältnisse. Insofern liegt der Verdacht nahe, daß das, was sich heute Männerforschung" nennen will und gezielt um dieses Label ringt, der vielleicht unbewußte Versuch ist, alte Sicherheiten und Spielräume zurückzugewinnen". Zweifellos ist die Bedeutsamkeit einer profeministisch-homophobiekritischen Auseinandersetzung hervorzuheben. Rüters Warnung vor dem blindwütigen Etablierungsstreben von Männerforschern richtet das Augenmerk jedoch nachdrücklich auf den blinden Flecken einer Männermacht, die sich bewußt wie unbewußt auf ein komplexes Netz hierarchischer Differenzierungen stützen kann. Hegemoniale Männlichkeit" nennen Carrigan, Connell und Lee das System dieser Differenzierungen, die weißen, heterosexuellen Mittel- und Oberschichts-Männern zwar keine lückenlose, aber eine flächendeckende Überlegenheit in allen gesellschaftlichen Bereichen sichert. In Anbetracht dieser wahrhaft globalen Hegemonie nimmt die in allen drei Männer-Bänden dominierende Betonung der Krisenhaftigkeit, der Unsicherheit und Instabilität, gar der Fragilität von Männlichkeit rasch etwas beschwörerisches an. Unter dem Deckmantel der Dekonstruktion scheint hier eine Forschungspolitik Platz zu greifen, die das eigene Tun aus seinen historisch-spezifischen Machtkontexten löst und klammheimlich einer neuen Kolonisation Vorschub leistet. Verbirgt sich hinter dem als progressiv proklamierten Gender Vertigo also doch nur ein neuer Schwindel, durch den Männer sich neue Herrschaftsfelder erobern wollen? Daß weiße Hetero-Männer mittlerweile nicht nur einen Großteil der angloamerikanischen Gender Studies-Publikationen zumindest mit-bestreiten, sondern auch einschlägige Lehrstühle besetzen, stimmt zweifellos bedenklich. Sicher bewegen sich diese forschend-lehrenden Männer nicht nur in der Form antifeministischer Instrumentalisierungen und homophober Verwerfungen. Solange die institutionell bestens verankerten Hierarchien ihre Positionen machtvoll unterstützen, bleibt ihr Tun jedoch zwangsläufig paradox. Denn tatsächlich gibt es für die, denen das System hegemonialer Männlichkeit allerorts Privilegien verspricht, wohl viel weniger zu befreien und fortschrittlich zu erkämpfen, als durch Rückzug zu verlieren und zur Disposition zu stellen. BauSteineMänner (Hg.), Kritische Männerforschung. Neue Ansätze in der Geschlechtertheorie, Hamburg (Argument) 1996 Thomas Kühne (Hg.), Männergeschichte - Geschlechtergeschichte. Männlichkeit im Wandel der Moderne, Frankfurt, New York (Campus) 1996 Walter Erhart, Britta Herrmann (Hg.), Wann ist der Mann ein Mann? Zur Geschichte der Männlichkeit, Stuttgart, Weimar (Metzler) 1997 +++++++++++++++++++++++ |
| Referent/in - Trainer/in |
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zur Person:
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Kontakt-adresse: |
A-1090 Wien, Liechtensteinstraße 81/2/7 Telefon/FAX: 0043 - 1 - 315 29 88 |
Angebot: |
DER GUTE MANN VON SEZUAN Ein frei nach Bertolt Brecht gestaltetes Seminar über die V-Effekte kritischer Männlichkeitsarbeit |
Zielgruppe: |
Lehrer und Männer, die sich in weiterem Umfeld mit Bubenarbeit und Männlichkeitskritik beschäftigen |
Inhalte: |
Verfremdungs- oder kurz V-Effekt hat Bertolt
Brecht einst genannt, was einen kritischen Einblick in die alltäglichen Darstellungs- und
Wahrnehmungsmuster ermöglichen soll. Diese Muster lassen sich verfremden, indem die
Darstellungsmittel aufgedeckt und die einzelnen Rollen als spezifische Konstruktionen
sichtbar gemacht werden. Die befremdende Distanz eröffnet also die Möglichkeit einer
kritischen Betrachtung und schafft somit die Voraussetzung für die kreative Veränderung
des scheinbar Selbstverständlichen. Was hat dieser V-Effekt nun mit kritischer Männer- bzw. Bubenarbeit zu tun? Aus meiner langjährigen Erfahrung als Teilnehmer wie als Beg-Leiter unterschiedlichster Männergruppen weiß ich, daß sich die Versuche einer kritischen Reflexions- und Veränderungsarbeit gerade für weiße, inländische Heteromänner stets überaus schwierig gestalten. Der V-Effekt, dem diese Versuche unterliegen, zeigt sich indes nicht nur in der potentiell befreienden Distanzierung von traditionellen Verhaltensmustern. Vielmehr ist dieser V-Effekt von einem komplexen Gemisch aus Verdrängtem, Verstelltem und Verstörtem geprägt, der die guten Absichten und emanzipatorischen Vorsätze nur allzu oft grundlegend widerspricht. Dementsprechend will das Seminar nicht nur die positive" Geschichte der eigenen Männlichkeitsarbeit nachzeichnen, sondern vor allem jene negativen" Momente aufspüren, die diese Arbeit gewissermaßen im Untergrund beeinflussen. * Wie klar sind etwa die historischen Wurzeln der eigenen Selbstkritik? * Von welchen offiziellen Motiven wird sie bestimmt und was sind ihre heimlichen Ziele? * Wie sehr ist mann sich der Widersprüche des Gut- oder wenigstens Anders-Sein-Wollens bewußt? * Und wie sieht es mit der Kultivierung jenes Frustrations- und Aggressionspotentials aus, das damit zwangsläufig verbunden ist?
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Rahmen-bedingungen: |
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| Referent/in - Trainer/in |
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zur Person: |
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Kontakt-adresse: |
A-1090 Wien, Liechtensteinstraße 81/2/7 Telefon/FAX: 0043 - 1 - 315 29 88
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Angebot: |
Captain Lässig und Commander Cool Wie Jungs sich selbst und die Welt rundum wahrnehmen |
Zielgruppe: |
Buben ab 10 Jahren |
Inhalte: |
* Das Seminar will dazu beitragen, die
geschlechtsspezifische Sensibilität und sozialen Kompetenz von Buben zu erhöhen. Die
Konzentration richtet sich dabei vor allem auf die Erfahrung der eigenen Körperlichkeit,
der sinnlichen Wahrnehmung und eines in vieler Hinsicht turbulenten Gefühlslebens.
* Für die Beantwortung dieser Fragen sollen die Buben nicht mit traditionellen pädagogischen Konzepten (Stichwort: Aufklärung von oben) konfrontiert, sondern vielmehr an ihren realen soziokulturellen Orten abgeholt" werden. Die dafür zentrale Frage, was Buben tatsächlich beschäftigt, wird von Anfang an altersspezifisch betrachtet und mit den jeweiligen Herkunftssystemen (Milieu/Klasse, Nationalität/Staatsbürgerschaft, Eltern/Geschwister, FreundInnen und KameradInnen usw.) kurzgeschlossen. Auf der Grundlage dieser Informationen sollen ebenso niedrigschwellige wie attraktive Begegnungen gefördert und zugleich mögliche Problemlagen sondiert werden. * Insgesamt soll sowohl auf das Moment der Herausforderung und dementsprechend reizvolle Zielsetzungen geachtet werden als auch auf das Sicherheitsbedürfnis und den notwendigen Angstabbau. Der Rolle des Seminarbeg-Leiters als Vorbild und Identifikationsobjekt wird eine gesonderte Aufmerksamkeit zukommen. * Gerade der Einsatz erlebnispädagogischer Übungen (insbesondere Outdoor) soll die körperlich-affektive Betroffenheit fördern und den Anschluß an intensive, für gewöhnlich verborgene und oft uneingestandene Empfindungen ermöglichen. Indem die Übungen zu einer lustbetonten Kombination von Aktion und Reflexion verführen, eröffnen sie der antisexistischen Bubenarbeit zumindest zwei neue Wege. 1.) den Weg zum ebenso behutsamen wie energievollen Hinterfragen traditioneller Rollenmuster; und 2.) den Weg zur spielerischen Entdeckung neuer Identifikations- bzw. Identitätspositionen, die gerade ein antisexistisches Verhalten als cool" und nicht-homophobe Männerbeziehungen als lässig" gelten lassen. |
Rahmen-bedingungen: |
* mehrtägiger, auch wöchentlich abzuhaltender Workshop (eventuell inklusive Exkursion/Outdoor)
* 2. Trainer ab 10 TN (nicht zuletzt im Sinne der TR/Männerbeziehungs-Vorbild-Rolle!) |
| Referent/in - Trainer/in |
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zur Person: |
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Kontakt-adresse: |
A-1090 Wien, Liechtensteinstraße 81/2/7 Telefon/FAX: 0043 - 1 - 315 29 88
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Angebot: |
HELP CRIED PIGLET Betroffenheit, Ohn-Macht, Widerstand und Intervention in der Männerarbeit |
Zielgruppe: |
Lehrer und Männer, die sich in weiterem Umfeld mit Bubenarbeit und Männlichkeitskritik beschäftigen |
Inhalte: |
* Gerne erklären sich kritische Männer von
den vielfältigen Phänomenen der Männergewalt zumindest mit-betroffen. Doch wie gehen
sie mit Situationen um, in denen sie direkt damit konfrontiert werden? Wie verhalten sie
sich konkret gegenüber heterosexistischen und homophoben Männern? Welche Gefühle
verspüren sie im Angesicht männerspezifischer Aggressionen? Was tun sie, wenn es ihnen
die Sprache verschlägt? Und wie verarbeiten sie die zahllosen Formen der strukturellen
Gewalt gegen Frauen, Homosexuelle und andere Andere"? * In workshopartiger Form will das Seminar sowohl die allgemeine" Zivilcourage fördern als auch den Mut zur Überwindung jener vielfältigen Ängste, die allgegenwärtige Hetero-Männersolidarität zu durchbrechen. Vor dem Hintergrund der eigenen Erfahrungen soll mann sich seiner diesbezüglichen Ambivalenzen, seiner realen Privilegien und nicht zuletzt seiner eigenen, oft sehr subtilen Gewalttätigkeiten bewußter werden, um die selbstkritische Basis für eine neue Widerstandskultur zu schaffen. Wider die defensiven Strategien des Wegschauens, Übersehens und Bagatellisierens soll gelernt werden, offensiv in heterosexistische, misogyne und homophobe Kultur einzugreifen.
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Rahmen-bedingungen: |
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| Referent/in - Trainer/in |
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zur Person:
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Kontakt-adresse: |
A-1090 Wien, Liechtensteinstraße 81/2/7 Telefon/FAX: 0043 - 1 - 315 29 88
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Angebot: |
MÄNNLICHKEIT UND DIFFERENZ Ein Theorie-Seminar zum besseren Verständnis aktueller Geschlechterdynamiken |
Zielgruppe: |
LehrerInnen sowie Frauen und Männer, die sich im weiteren Umfeld mit Bubenarbeit und Männlichkeitskritik beschäftigen |
Inhalte: |
* Männliche Sexualität, schrieb der
britische Kulturwissenschaftler Richard Dyer einmal, sei ein bißchen wie Luft. Du atmest
sie die ganze Zeit über und nimmst sie doch kaum wahr. * Selbstverständlich ist das von Dyer pointierte Paradox zwischen der Allgegenwart von Männlichkeit und ihrer sonderbaren Unsichtbarkeit alles andere als ein natürliches. Doch wie ist deren kulturelle Verwurzelung angemessen zu begreifen? Welche soziokulturellen Einflüsse prägen unsere heutigen Männlichkeitsentwürfe? Und in welche Machtzusammenhänge sind diese Ende des 20. Jahrhunderts eingeschrieben? * Schon ein kurzer Blick offenbart, daß die buben- bzw. männerarbeiterischen Antworten auf diese Fragen nicht nur äußerst dürftig ausfallen, sondern zumeist von längst überholten Prämissen ausgehen. Abseits orthodoxer Geschlechtsrollen- und Identitätstheorien will Männlichkeit und Differenz" die strukturellen Dynamiken männlicher Selbstfindung verdeutlichen. * Diese Dynamiken sind nämlich weder auf eine singuläre Instanz zu reduzieren (die Männerrolle, die männliche Identität, die geschlechtsspezifische Entwicklung etc.) noch auf ein eindeutiges Produkt (der erwachsene Mann, der Hetero-bzw. Homosexuelle, der Bürgerliche etc.). Vielmehr lassen sich sexuelle Identitäten nur als komplexe soziokulturelle Konstruktionen verstehen, die durch eine Vielzahl unterschiedlicher, immer schon begehrens-, klassen-, rassen- oder altersspezifisch differenzierter Identitätspositionen bestimmt werden. * Auch die Männlichkeit befindet sich also - so das Credo der aktuellen Männlichkeits- und Gender-Studien - immer schon in Differenz: zu Frauen, aber auch zueinander und nicht zuletzt zu sich selbst.
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Rahmen-bedingungen: |
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| Referent/in - Trainer/in |
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zu den Personen:
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Kontakt-adressen: |
A-1090 Wien, Liechtensteinstraße 81/2/7 Telefon/FAX: 0043 - 1 - 315 29 88 e-mail: siegfried.kaltenecker@univie.ac.at A-1090 Wien, Rögergasse 12/27 A Telefon/FAX: 0043 - 1- 317 67 90 |
Angebot: |
SUPERVISION für geschlechtssensible Projekte |
Zielgruppe: |
LehrerInnen sowie Frauen und Männer, die sich im weiteren Umfeld mit antisexistischer Buben/Männer- und parteilicher Mädchen/Frauenarbeit beschäftigen |
Inhalte: |
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Rahmen-bedingungen: |
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| Referent/in - Trainer/in |
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zu den Personen: |
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Kontakt-adressen: |
A-1090 Wien, Liechtensteinstraße 81/2/7 Telefon/FAX: 0043 - 1 - 315 29 88 e-mail: siegfried.kaltenecker@univie.ac.at A-1090 Wien, Rögergasse 12/27 A Telefon/FAX: 0043 - 1- 317 67 90 |
Angebot: |
PROJEKTMANAGEMENT-SEMINAR I Kommunikations-, Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit für geschlechtssensible Projekte |
Zielgruppe: |
LehrerInnen sowie Frauen und Männer, die sich im weiteren Umfeld mit antisexistischer Buben/Männer- und parteilicher Mädchen/Frauenarbeit beschäftigen |
Inhalte: |
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Rahmen-bedingungen: |
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| Referent/in - Trainer/in |
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zu den Personen: |
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Kontakt-adressen: |
A-1090 Wien, Liechtensteinstraße 81/2/7 Telefon/FAX: 0043 - 1 - 315 29 88 A-1090 Wien, Rögergasse 12/27 A Telefon/FAX: 0043 - 1- 317 67 90 |
Angebot: |
PROJEKTMANAGEMENT-SEMINAR II Kommunikations-, Werbe- und Öffentlichkeitsarbeit für geschlechtssensible Projekte |
Zielgruppe: |
LehrerInnen sowie Frauen und Männer, die sich im weiteren Umfeld mit antisexistischer Buben/Männer- und parteilicher Mädchen/Frauenarbeit beschäftigen |
Inhalte: |
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Rahmen-bedingungen: |
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| Referent/in - Trainer/in |
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zur Person: |
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Kontakt-adresse: |
A-1090 Wien, Liechtensteinstraße 81/2/7 Telefon/FAX: 0043 - 1 - 315 29 88 |
Angebot: |
GENDER MEDIALE Geschlechter und Sexualitäten im Film |
Zielgruppe: |
Schülerinnen und Schüler (in geschlechterhomogenen und gemischten Gruppen), LehrerInnen sowie Frauen und Männer, die sich im weiteren Umfeld mit antisexistischer Buben/Männer- und parteilicher Mädchen/Frauenarbeit beschäftigen |
Inhalte: |
In der Veranstaltung sollen die Formen und
Funktionen medialer Geschlechter- und Sexualitätsdarstellung bearbeitet werden. Von
Hollywood-Klassikern bis zu aktuellen box office-Hits stellt gerade das
große" Erzählkino dafür ebenso anschauuungsreiche wie vor-bildliche
Materialien zur Verfügung. Dabei geht es indes keineswegs nur um eine allgemein-theoretische Auseinandersetzung mit den vielschichtigen Zusammenhängen von Kino-Ästhetik und Geschlechter-Ideologie. Vielmehr richtet sich die Aufmerksamkeit - nach einer fundierten Einführung in medienanalytische Grundbegriffe - vor allem auf die spezifischen Besonderheiten, mit denen Filme Weiblichkeit und Männlichkeit, Heterosexualität und Homosexualität, Normalität und Perversion verhandeln. Was bedeutet es, als Mann oder als Frau auf der Leinwand zu erscheinen? Welche Merkmale müssen sie aufweisen, damit wir sie selbstverständlich als solche identifizieren? Wie kommen sie bild-, ton- und erzähldramaturgisch zustande? Und wie eindeutig sind sie auf wie vor der Leinwand festgelegt? Anhand solcher Fragen sollen geschlechts- und begehrensspezifische Repräsentationsformen exemplarisch untersucht werden, um, weit über das Kino hinaus, verschiedene Modelle ihrer Darstellung und Wahrnehmung zu erschließen. |
Rahmen-bedingungen: |
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Persönliche Daten: Name: Siegfried Kaltenecker Ausbildungsweg: 1971-1983 Volksschule und BRG in Wiener Neustadt 1983-1989 Diplomstudium der Theaterwissenschaft, Publizistik, Soziologie und Philosophie an der Uni Wien 1990-1991 Ausbildung zum Tutoriumstrainer (ÖH Wien) 1991-1994 Doktorratsstudium in Theater- bzw. Filmwissenschaft an den Universitäten Wien und Frankfurt/Main 1994-1995 Moderationsausbildung (TRAIN) 1996-1998 Supervisions-Ausbildung (IBO) Berufliche Laufbahn (als Trainer und Seminarleiter): 1985-1991 Tätigkeit als Tutor, Altutor und Co-Trainer im Rahmen des Tutoriumsprojekts der ÖH 1991-1993 Trainings mit den Tutoriums-Projektgruppen SOWI, Jus, Theaterwissenschaft und Soziologie Co-Training in einem Reflexionsseminar mit langzeitarbeitslosen AkademikerInnen (Dortmund) Aus- bzw. Weiterbildungsseminare in den Bereichen Selbsterfahrung, Gruppendynamik und Spielpädagogik 1994-1995 Ausbildungstrainer beim Tutoriums - TrainerInnenlehrgang Tutoriumstrainings mit den Projektgruppen Pädagogik, Katholische Theologie, SOWI und Lehramt TU Berufsorientierungs-Training in den AAI-Projekten Wr. Neustadt I und II (jeweils etwa 12 Wochen) Training des ÖH-Seminars Geschlechterverhältnisse" Training des Soziologie-Sem. Geschlechterdemokratie" Moderationen und Vorträge in Wien und Salzburg 1995-1996 Tutoriumstrainings und Supervision mit der TU Wien Seminarleitung zum Thema Postmoderne BO-Training bei der Regionalstiftung Leoben (ca. 13 W.) Lehraufträge an den Universitäten Salzburg und Wien Vorträge in Berlin, Frankfurt und Wien 1996-1997 Tutoriumstrainings und Supervision mit den Projekten Technische Physik (Wien) und Sammelprojekt TU (Graz) Moderation des Wiener Wohnwürfels Vorträge in Frankfurt und Wien Lehraufträge an den Universitäten Salzburg und Wien BO-Trainings in Wr. Neustadt und Ternitz (BFI NÖ) Training und Supervision des Männertutoriumsprojekts Training des Männerbund-Seminars des KSV |